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Voraussetzungen für die Weiterbildung zum Techniker

Um in Deutschland den Beruf als Techniker auszuüben benötigt man eine Aufstiegsweiterbildung und muss eine staatliche Prüfung an einer Fachschule für Technik absolviert haben.

Doch welche Voraussetzungen werden für die Weiterbildung zum Techniker benötigt?

Für die Aufnahme an einer staatlichen oder privaten Technikerschule muss man mindestens einen Hauptschulabschluss besitzen, je nach Bundesland kann auch die Mittlere Reife Voraussetzung sein. Außerdem muss man eine Berufsausbildung in der jeweiligen Fachrichtung des technischen Bereichs erfolgreich abgeschlossen haben. Die Ausbildungsdauer muss mindestens zwei Jahre betragen haben, des Weiteren muss man mindestens ein Jahr, besser mehrere Jahre lang, in dem Beruf gearbeitet haben. Wer keine abgeschlossene Ausbildung, dafür aber die mittlere Reife erworben hat und zusätzlich noch sieben Jahre eine Tätigkeit in einem Beruf entsprechend der jeweiligen Fachrichtung ausgeübt hat, hat auch die Zugangsberechtigung erfüllt.

Die Weiterbildung kann entweder in Vollzeit oder in Teilzeit absolviert werden. In Vollzeit beträgt die Dauert zwei Jahre beziehungsweise vier Semester, in Teilzeit sind es mindestens drei Jahre beziehungsweise sechs Semester, bei manchen Schulen und Fachrichtungen können es auch vier Jahre beziehungsweise acht Semester sein. Eine andere Möglichkeit ist ein Fernlehrgang, bei dem man sich die Zeit flexibel einteilen kann.

Insgesamt ist mit mindestens 2400 Unterrichtsstunden zu rechnen. An privaten Schulen ist Schulgeld zu entrichten. Auch wenn an manchen staatlichen Fachschulen für Technik die Weiterbildung kostenfrei ist, können Gebühren von mehreren hundert Euro anfallen. Besonders wenn man sich für die Vollzeitform entscheidet, können die eigenen Kosten nicht mehr durch den Verdienst im Beruf gedeckt werden. Daher besteht eine Möglichkeit der Förderung, umgangssprachlich wird dies als Meister-BAföG bezeichnet.

Die Förderung geschieht nach dem Aufstiegsfortbildungsförderungsgesetz und hilft in Form eines zinsgünstigen Darlehens. Eine andere Förderungsmöglichkeit ist das Schüler-BAföG.

In der Ausbildung werden einerseits allgemeinbildende Fächer wie Mathematik, Deutsch, Englisch und Wirtschafts- und Sozialkunde unterrichtet, andererseits werden die Grundlagen und Anwendungsbereiche des jeweiligen Fachgebiets vermittelt.

Bei der Weiterbildung zum Techniker gibt es eine Vielzahl von Fachrichtungen, bei denen man im Laufe der Ausbildung zwischen einigen Schwerpunkten wählen kann.
Einige Fachrichtungen sind zum Beispiel:

  • Maschinenbautechnik
  • Bautechnik
  • Umwelttechnik
  • Bergbautechnik
  • Kraftfahrzeugtechnik
  • Elektrotechnik
  • Informationstechnik
  • Medientechnik
  • Luft- und Raumfahrttechnik
  • Sanitärtechnik
  • Holztechnik
  • Werkstofftechnik
  • Vermessungstechnik
  • Technik für Garten- und Landschaftsbau
  • Textiltechnik

Staatlich geprüfte Techniker werden in der Industrie, im Einkauf und im Qualitätsmanagement eingesetzt, weitere Einsatzgebiete sind der Vertrieb und die Ausbildung von neuen Fachkräften an Berufsschulen.

Die meisten Techniker üben ihren Beruf im Angestelltenverhältnis aus, man hat aber auch die Möglichkeit der Selbständigkeit zum Beispiel in der Sanitärtechnik.

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