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REFA Techniker Ausbildung und Weiterbildung

Der REFA ist eine Organisation, die sich um Arbeitsgestaltung, Betriebsorganisation und Unternehmensentwicklung gleichermaßen kümmert. Unter anderem entwickelt er Methoden, welche die betriebliche Datenermittlung und das Management betreffen. Diese werden mit den Tarifparteien abgestimmt und als eigene Lehre zusammengefasst. Aus- und Weiterbildungen des REFA-Instituts richten sich vor allem an qualifizierte Mitarbeiter mit abgeschlossenen Berufsausbildungen im mittleren und technischen Führungssegment. Die offizielle Bezeichnung “REFA-Techniker” ist ein nach Abschluss der sogenannten “Kernkompetenzen” verliehener Titel.

Das REFA-Konzept in Aus- und Weiterbildung

Wie bereits erwähnt richtet sich das REFA-Konzept an Menschen, die bereits über eine abgeschlossene Ausbildung, meist im technisch-handwerklichen Bereich verfügen und bereits Erfahren im mittleren und technischen Führungssegment sammeln konnten. Die standartisierte REFA-Ausbildung wird vom REFA-Institut entwickelt, erweitert und an die Ausbildungsstätten herausgegeben. Deswegen handelt es sich hierbei um eine sehr einheitliche Ausbildung im Bezug auf Lerninhalte und Kompetenzen. Die Ausbildung selbst erfolgt in aufeinander aufbauenden Modulen, die sich inhaltlich teilweise überschneiden.

Am Anfang steht die REFA-Grundausbildung. Dieses Modul gliedert sich in zwei Untergruppen, die wiederum auf verschiedene Themengebiete aufgeteilt sind. Hier werden folgende Kenntnisse vermittelt:

  • Arbeits- und Prozessgestaltung
  • Analyse von Prozess und Zeitdaten
  • Aufgabenanalyse und -Bewertung
  • Arbeitsschutz
  • Arbeitssicherheit
  • Prozessoptimierung mit Mitarbeitern
  • Berechnung von Leistungsgrad, Verteilzeit und Erholungszeit
  • Anforderungsermittlung, Gruppendynamik und Gruppenarbeit, Arbeitsunterweisung

Danach folgen üblicherweise vier weitere, aufeinander aufbauende, Module, die zum Abschluss-Seminar, dem “REFA-Techniker” führen. Obwohl es zunächst nicht so erscheint, ist dieses Abschluss-Seminar nicht zwingend erforderlich. Ganz im Gegenteil, das REFA-System sieht sogar vor, dass sich Fortzubildende auf bestimmte Module konzentrieren können und so weitere Fachbezeichnungen, beispielsweise “REFA-Produktionsplaner”, REFA-Organisationsentwicklung oder REFA-Fachschein, erlangen. Im Anschluss an die Grundmodule kann dann noch weiter differenziert werden, sodass in mittleren Schlüsselqualifikationen REFA-Qualitätsmanager sowie REFA-Supply-Chain-Management hinzukommen. Den Abschluss der Ausbildung, ausgehend vom REFA-Techniker, bilden dann die “Topqualifikationen”, die wiederum zum REFA-Ingeneur führen. Dieser stellt sozusagen die Speerspitze des REFA-Systems dar.

Dauer der Fortbildung

Die Dauer der Fortbildung vom Grundseminar bis zum “REFA-Techniker” dauerte bis zur Reformation des REFA-Systems im Jahre 2010 264 Unterrichtsstunden (etwa 4 Wochen bei Vollzeitunterricht) bei einem Kostenaufwand von etwa 9000 Euro. Heute brauchen die Teilnehmer eine Woche weniger, müssen aber im Anschluss eine “Praxiswoche” durchlaufen, bevor sie zum Abschluss-Seminar zugelassen werden

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